Alle Artikel in: Natur erleben

Die intakte Natur rund um Bad Marienberg hat viel zu bieten – hier ist der Westerwald am schönsten!

RZ-Winterwandertag am 5. Januar 2020

Fünf Touren von 8 bis 17 Kilometern stehen am Sonntag, 5. Januar 2020, für aktive Wanderer zur Auswahl: Eine Rundstrecke führt dabei natürlich wieder um den Stöffelpark. Bis zu 800 Teilnehmer waren in den vergangenen Jahren mit Begeisterung beim RZ-Wandertag unterwegs. Der Aktionstag erlebt am Sonntag, 5. Januar 2020, schon seine sechste Auflage. Ausgangspunkt der Strecken- und Rundwandertouren bleibt der Stöffelpark. Für trainierte Stammgäste ebenso wie für aktive Spaziergänger gibt es neue, attraktive Strecken im Rahmen des Winterwandertags. Auf einer etwa 13 Kilometer langen Wanderung führt eine Route vom Wiesensee über den Westerwaldsteig bis hinter Hergenroth, von wo die Wanderer auf den Hauptwanderweg 5 des Westerwald-Vereins wechseln. Vorbei an Halbs, Ailertchen und Stockum-Püschen mit dem Stöffel-Aussichtsturm führt die Route zurück zum Stöffel Tertiär- und Industrie-Erlebnispark. SO STARTEN SIE IN DEN TAG Auch in 2020 werden die Teilnehmer der Streckenwanderungen morgens vom Gelände des Stöffelparks aus mit dem Bus zu den Startpunkten der vier verschiedenen Touren gebracht. Die Busse starten zu ver-schiedenen Uhrzeiten zwischen 9 und 11 Uhr. Geplant sind pro Strecke zwei zeitver- setzte Wanderungen. …

Mythisches Grün im Winter

Die letzten Blätter hat der Herbstwind weggefegt. Die Natur scheint zu schlafen und doch gibt es Pflanzen, denen der Winter wohl nichts anhaben kann. Unsere Vorfahren glaubten an die besonderen Kräfte immergrüner Pflanzen. Trotzten sie doch dem natürlichen Kreislauf von Werden und Vergehen. Fichte, Tanne, Kiefer, Eibe, Buchsbaum, Stechpalme, Wacholder, Efeu und Rosmarin gehören zu den seit alters her verehrten immergrünen Pflanzen des Winters. Bis heute holen wir uns winterliches Grün ins Haus, binden den Adventskranz aus Tanne und schmücken den grünen Christbaum. Auch im Westerwald mit seinen Tannen- und Fichtenwäldern, den Wacholderheiden und Mistelkugeln in alten Apfelbäumen, sind die mythischen Pflanzen beheimatet. Was an Lebenskraft in wintergrünen Gewächsen steckte, wurde oft auch als Heilkraft gedeutet. So glaubte man sich Gesundheit ins Haus zu holen, wenn es mit Grünem geschmückt wurde. In früheren Zeiten symbolisierte das ewige Grün nicht nur die Hoffnung auf Lebenserhalt im dunklen Winter, sondern auch Treue und Liebe. Schon den Kelten galt die heilige Mistel als ein Symbol des Friedens. In ihrem Zeichen wurde sich versöhnt und der Friedenskuss geleistet. Daher …

Borstige Schwarzkittel – schlau, flott, erfolgreich

In den schwarzen, von langen Wimpern umrandeten kleinen Augen blitzt es herausfordernd. Ob dieses Schlachtschiff von einer Bache mich wiedererkennt? Bei meinem letzten Besuch des Bad Marienberger Wildparks im Frühjahr hatte sie eine unübersichtliche Zahl an gestreiften Nachwuchsschweinchen um sich herum flitzen. Wettrennen mit 24 Teilnehmern, Schaukämpfe und generelles „Ich-stecke-meinen-Rüssel-dahinein-wo-er-am-meis-ten-im-Weg-ist“ ließ sie mit einer Engelsgeduld über sich ergehen. Bis zu dem Zeitpunkt, als eines der Kleinen beschloss, auf eigene Faust loszuziehen und auszuprobieren, ob es wohl durch die gut gesicherten Maschen des Zaunes passen könnte. Ich stand auf der anderen Seite des Zauns – weit genug von Mama, Tanten und großzahnigen Vätern und Onkeln entfernt – und fand den kleinen Abenteurer einfach zu goldig. Als er tatsächlich versuchte, sich durch den Zaun zu schlängeln, war Mama allerdings nicht mehr amüsiert. Sie baute sich beeindruckend vor dem Zaun auf und machte mir und dem kleinen Ausreißer ganz flott klar, wie nah denn nun definitiv zu nah ist. Der kleine gestreifte Pirat war flugs wieder auf der anderen Seite des Geheges und tat so, als könnte er …

Rosige Zeiten im Rosengarten Hadamar

Die Lage könnte schöner nicht sein. Ein gesegnetes Fleckchen Erde, wo Stille herrscht und der Blick seine Flügel über Stadt und Land heben kann. In der Nachbarschaft zur Herzenberg-Kapelle, einem bedeutsamen Marien-Wallfahrtsort in Hadamar, bekommt der Besucher einen Vorgeschmack auf das Paradies. Der Rosengarten ist wie eine blühende Offenbarung, die nicht nur Hobbygärtnerherzen höher schlagen lässt. Wer weiß, was damals zu der Eingebung führte. Bestimmt war es ein schöner Sommertag, an dem Mike Groneberg hier auf dem Herzenberg spazieren ging. Da kam ihm in den Sinn, genau hier einen Rosengarten zu errichten. Die Idee pflanzte sich wie ein Saatkorn in dem gärtnerischen Autodidakten fest und fand fruchtbaren Boden. Unermüdlich trieb er sein Vorhaben voran, besuchte viele andere Gärten, bildete sich fort, gewann Mitstreiter für seine Idee, gründete einen Verein der Rosenfreunde, der dann auf dem Gelände der Katholischen Kirche seine Ideen in die Tat umsetzen konnte. Der Rosengarten Hadamar – nur 30 kurze Kilometer von Bad Marienberg entfernt – hat sich seit Gründung prächtig entwickelt und zählt zu den schönsten Gärten im gesamten Westerwald. Auf …

Kräuterfülle und Gartengenüsse

Der Sommer ist da und unsere Gärten sind ein Paradies aus Farben und Düften geworden, in denen sich Schmetterlinge und Bienen tummeln und wo man, genau wie die Insekten, hier und da immer mal ein Blättchen oder eine Frucht naschen kann… Aromatische Kräuter verzaubern unsere Mahlzeiten, werden zu Kräuterlimonaden und als Würzöle angesetzt. Frische Salate und Gemüse aus dem eigenen Garten sind ein wahrer Gaumenschmaus. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Ernte manchmal so reichlich ausfällt. Gerade Tomaten und Zucchini hat man oft im Überfluss. Erstere kann man gut zu Tomatensauce verarbeiten und in Gläsern einkochen, aber was macht man mit der Zucchinischwemme? Die Freude an der eigenen Ernte lässt nämlich schnell nach, wenn man jeden Tag Gerichte mit Zucchini essen muss… Doch auch diese kann man für den Winter haltbar machen. In kühlen Räumen lassen sich unversehrte Früchte wie Kartoffeln 2-3 Monate lagern und bei Bedarf verarbeiten.Wer keinen Keller oder anderen kühlen Raum hat, kann sie auch in Stücken in Beuteln einfrieren. Da sie aber nach dem Auftauen recht weich sind, sind …

Gänseblümchen

Rendezvous mit kleiner Schönheit

von Iris Franzen, Kräuter-Spezialistin Freuen Sie sich auf die Gänseblümchen in Ihrem Garten? Die bescheidenen Blümchen sind nicht nur hübsch anzusehen, wie ihr lateinischer Name bellis perennis, „die immer schöne“ verspricht, sie sind auch Stoff für Geschichten und Legenden und dazu noch wirksame Heilpflanzen! Schon im Mittelalter wurden sie als solche erwähnt und im Jahr 2017 war das Gänseblümchen sogar Heilpflanze des Jahres. In Amerika ist der 28. Januar der „daisy-day“, der „Tag des Gänseblümchens“. Volksheilkundlich verordnete man Gänseblümchentee gegen hohen Blutdruck, bei Leber- und Nierenleiden, Gicht, Rheuma, aber auch zur Blutreinigung und Anregung der Verdauung. Außerdem soll er schmerzlindernd und schleimlösend sein, wirksam bei Erkältungen und Husten. Überbrühen Sie 2 Teelöffel frische (oder 1 TL getrocknete) Blüten mit 250 ml kochendem Wasser und lassen Sie den Aufguss 15 Minuten zugedeckt ziehen. Dann mit einem Löffelchen Honig gesüsst geniessen. In der Homöopathie wird das Gänseblümchen als „kleine Schwester der Arnika“ bezeichnet und als Urtinktur zur Unterstützung der Heilung stumpfer Verletzungen eingesetzt. Die Kräuterfrau Eva Aschenbrenner empfiehlt in solchen Fällen eine Auflage von mit dem Nudelholz …

Kletterwald Bad Marienberg

Früh übt sich… Wer einmal ein Ninja werden will

Der Frühling steht in den Startlöchern und das bedeutet in Bad Marienberg: Die Kletterwald-Saison startet! Sobald das Westerwälder Wetter mitspielt und die ersten Sonnenstrahlen die Baumkronen wärmen, ist was los in den Bäumen des Kletterwalds auf der Bad Marienberger Höhe. Auch in diesem Jahr wächst der Kletterwald weiter. Während in den letzten Jahren viel für kleine und kleinste Kletterkünstler getan wurde, stehen in dieser Saison die Erwachsenen im Fokus. Für echte, verwegene Sportler wurde der frühere Schwarze Parcours zum Ninja-Parcours ausgebaut. Die Elemente sind auch für erfahrene Kletterer eine echte Herausforderung, und zum Teil liegt die Ausstiegsquote einzelner Kletter-Aufgaben bei beinahe 99 Prozent. Umso größer der Erfolg, wenn man zu den Spitzen-Kletterern gehört, die diesen außergewöhnlichen Parcours schaffen! Der neue Ninja-Parcours ist mit einer Griffhöhe von 1,80 m und seinem hohen Schwierigkeitsgrad erst für Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene freigegeben. Mehr Infos unter www.kletterwald-badmarienberg.de

Bacher Lay im Winter ©Romeo

Schön(st)e Aus- und Ansichten von Westerwälder Fotografen

Der Westerwald ist von jeher eine Region mit Ecken und KAnten. Mit charakterstarken Menschen, die schon vor Generationen gelernt haben, kein Blatt vor den Mund zu nehmen, aber trotzdem mit wenig Worten viel zu sagen. Hier gibt es nur wenige „Gassenglänzer“, dafür Menschen mit Tiefgang. Sie spiegeln die Landschaft wider, in der sie leben. Für diese Ausgabe haben wir Fotografen aus der Region gebeten, uns ihre schönsten Ecken und Kanten des Westerwaldes zu zeigen. Aussichten und Ansichten. Einblicke und Weite winkel aus ihrer (Wahl-) Heimat. Westerwald pur. „Eigentlich ist der Westerwald selbst – mit seinen Tälern und Höhen, Wäldern und Seen – ein Lieblingsort. Unter vielen gehört aber wohl die Holzbachschlucht zwischen Seck und Gemünden zu den Orten, an die es mich immer wieder zieht – ganz gleich zu welcher Jahreszeit: hier steht die Zeit still – und lässt sich bei jedem Besuch etwas Neues entdecken.“   Fragt man eine ganze Familie von Fotografen und Kameraleuten nach ihren Lieblingsaussichten oder Lieblingsorten in der Region, sollte man auf ganz unterschiedliche Antworten gefasst sein. Und doch sind sie …

Hecken als Lebensraum: Gestaltungselement Hecke

Eine Hecke kann (und sollte?) mehr sein als eine grüne Wand zur Abschottung vom Nachbarn. Im Idealfall ist sie Gestaltungsmedium, Sichtschutz und Lebensraum gleichzeitig. Eine schöne Hecke schafft heimelige Eckchen für ruhige Mußestunden, Spielbereiche für Kinder, schaffen eine sichere Distanz zur Straße oder zum Nachbarn und verdecken funktionale Bereich im Garten wie z.B. Gerätehaus, Kompost, Mülltonnen, o.ä. Gleichzeitig sorgen sie – wenn sie richtig geplant und platziert sind – für mehr Wohlbefinden durch Wind- und Sichtschutz, Schatten und ein insgesamt besseres Mikroklima. Wenn man nun noch statt der einheitlichen, immergrünen Schnitthecke wie Thuja oder Kirschlorbeer verschiedene Gehölzarten wählt, kann man den Wechsel und die Höhepunkte der Jahreszeiten erleben. Hierfür eignen sich Blütengehölze, Sträucher mit bunter Laubfärbung oder auch Beeren. Werden dann noch ein paar wenige Punkte bei der Auswahl der Pflanzen beachtet, schafft man zudem Lebensraum für tierische Gäste im Garten: Insekten lieben nektar- und pollenreiche, möglichst ungefüllte Blütensträucher wie alte Rosensorten, Flieder, Pfeifenstrauch und Blutjohannisbeere. Auch ungefüllte Schneeballsorten oder der Schmetterlingstrauch sind sehr dankbare Heckenpflanzen. Vögel lieben bedornte und manche immergrüne Gehölze wie Illex, …

Sommerliche Blütenfülle: Ein Fest, nicht nur für die Augen

Dieser Sommer ist doch eine wahre Wonne, oder? Gärten und Wiesen erstrahlen in leuchtender Blütenpracht, überall schwirren Insekten und Schmetterlinge umher und mit ihnen teile ich mir die Blumen, die in meine Küche wandern. Die zarten Blüten sammelt man am besten am frühen Vormittag, bevor die Sonne zu stark wird, und natürlich auch nur an sonnigen Tagen, wenn das Aroma besonders hoch ist. Da ich im eigenen Garten oder an sauberen Standorten (Hunde- und Autofrei) sammle, wasche ich die Blüten nicht. Sie werden nur leicht ausgeschüttelt, um eventuelle Bewohner zu vertreiben.  Man kann so viel mit Blüten machen! In jeden Salat kommt eine Handvoll dazu und erfreut nicht nur die Augen, sondern auch die Geschmacksknospen. Möhrensuppe wird mit Ringelblumen aufgepeppt, Risotto wird mit Rotkleeblüten und fetter Henne aufgewertet und und eine Joghurt-Creme mit abgezupften Lavendel- und Goldmelisseblüten, garniert mit Johannis- oder Heidelbeeren, ergibt den passenden Nachtisch für ein sommerliches Menü. WELCHE BLÜTEN SIND ESSBAR? Das sind so viele, daß ich sie nicht alle hier aufführen kann: Gänseblümchen, Löwenzahn, Veilchen und Wiesenschaumkraut im Frühjahr, Rosen, alle …

Multi- statt Monokultur: Ökologische Landwirtschaft auf dem Bioland-Flurhof

Landwirtschaft als Landespflege: Der Westerwald ist eine seit Generationen landwirtschaftlich geprägte Kulturlandschaft. Damit diese Region ihren Charakter behält, ist eine aktive, ökologische Landwirtschaft notwendig. Der Bioland Flurhof in Bad Marienberg ist dafür ein Paradebeispiel. Der Hof setzt auf offene Weide- und Wiesenflächen, eine schonende Beweidung durch Rinder und Pferde und die Vermeidung von Monokulturen. „Unser Anliegen ist die lebenswerte Erhaltung unserer Region – sowohl für Einheimische wie für Touristen und Gäste. Dazu gehört für uns der verantwortungsvolle Umgang mit unserer Landschaft, offene Weide- und Wiesenflächen, die durch unsere Rinder und Pferde schonend gepflegt werden. Auch ein Verzicht auf Monokulturen wie endlose Maisfelder gehört für uns zu dieser Philosophie“, erläutert Martin Fischer, der gemeinsam mit seiner Familie den Flurhof bewirtschaftet. „Wir verstehen uns mit unserem Bioland-Hof als Natur- und Landschaftsspfleger. Eine Aufgabe, die viel Zeit und Energie kostet, aber das Beste für den Westerwald bedeutet.“ Gelingen kann das Konzept der kombinierten Landschaftspflege und -erhaltung aber nur, wenn Landwirte wie Familie Fischer und ihr Flurhof in ihrer Arbeit wahrgenommen und unterstützt werden, indem zum Beispiel auch die …

Duftender Genuss aus dem Garten

Ist einmal der Höhepunkt des Jahres erreicht, kehrt auch für Gärtner meist ein wenig Ruhe ein. Das grüne Reich lässt sich an langen Sommerabenden von der Terrasse aus überblicken und geniessen. Duftende Gehölze und Stauden in der Nähe des Sitzplatzes machen das Entspannen hier zum Feierabend besonders angenehm.

Umzug im Kletterwald

Bedingt durch das Eschentriebsterben – eine Pilz-Erkankung, die sich wohl als Folge des Klimawandels zur Bedrohung für den europäischen Laubwald entwickelt – gibt es einen Umzug im Kletterwald Bad Marienberg. Bernd Becker, Mitinhaber des Kletterwaldes Bad Marienberg, ist aber positiver Stimmung. „Man könnte sagen, der Kletterwald zieht langsam aber sicher um – neue Parcours kommen hinzu, bekannte Parcours werden an gesunde Bäume verlegt“, erläutert er das Vorgehen. Fast 50% der Eschen im Kletterwald waren von der Erkrankung betroffen. Natürlich sind davon nicht alle Teil eines Kletterelements. Das Team um Bernd Becker verlegt also die Parcours – soweit nötig  – schrittweise in gesunde Bäume im Kletterwald.  „Zum Saisonstart gibt es zwei neue Parcours, einer davon ist ganz gezielt für Kids gemacht. Mit einer Maximalhöhe von 1,50 m, einem durchlaufenden Sicherungssystem und vielen Seilbahn-Elementen ist er einfach, aber mit viel Spaß zu begehen. Er ist ideal für Kids und Schulklassen geeignet“, meint Bernd Becker.  Absolute Beginner: Der zweite Parcours, der in diesem Jahr eröffnet wird, ist etwas höher angesiedelt. Er verläuft im Durchschnitt in 3 Metern Höhe und ist …