Extra, Natur erleben

Wunderbar. Wanderbar.

Die Schokoladenseite von Bad Marienberg. Und damit meine ich (ausnahmsweise) nicht die Trüffel von Erich Buchner im Cafe Wäller. Es ist diese einzigartige Aussicht:  ein perfekter Moment an einem frühen Morgen von der Dachterrasse Des Wildpark Hotels aus gesehen.

Aufgenommen wurde dieses atemberaubende Motiv von Johannes Willwacher,  Fotograf, Designer-Kollege und heimgekehrter Westerwälder. Auf seinen Spaziergängen mit seinen Border Collies Nell, Zion und Ida fängt er regelmäßig die schönsten Seiten unserer Region ein. 

Drei schwarz-weißen Pelzträger waren dann auch die energiegeladene Zugabe bei einem ausgedehnten Spaziergang rund um Bad Marienberg. Auf einer Tour, die nicht unbedingt den beschilderten Wanderwegen, sondern eher den neugierigen Nasen der Border Collies gefolgt ist, sind wunderschöne Aufnahmen   entstanden – mal mit, mal ohne vierbeiniges Modell.

Start und Ziel war der Parkplatz am Wildpark, wo sich am frühen Morgen die ersten Läufer auf den Weg zum ersten Training machen. Sechs Augen verfolgten die Aufwärmübungen der Sportler mit großem Interesse – man könnte ja schließlich etwas verpassen? Und vielleicht so auch ganz zufällig dem Anleinen entgehen? Wenig später sind die Leinen aber doch befestigt und schlagartig wird der Weg der vor uns liegt viel interessanter.  Am Hedwigsturm vorbei starten wir in Richtung Basaltpark, der von den Hunden wehmütig betrachtet wird – am liebsten würden Ida, Nell und Zion sofort schwimmen gehen.  Im Basaltsee sind aber jegliche Wasser-Expeditionen natürlich verboten. Das gilt auch für Vierbeiner.

Selbst wenn die drei manchmal glatt als Otter durchgehen könnten:  trotz trauriger Hundeaugen bleibt die Leine dran und die Pfoten wenigstens vorläufig trocken. 

Unsere Runde führt uns durch Bad Marienberg hindurch – hier bietet sich die beste Gelegenheit, fremde Damen mit interessant duftenden Einkaufstaschen mit einer felligen Charmeoffensive  zu becircen – zum  Apothekergarten und Barfußweg. In den vorher noch etwas beleidigten Blicken der Hunde spiegelt sich so etwas wie Humor wieder, als sie uns dabei zuschauen, wie wir über verschiedene Felder des Barfußpfades laufen und dabei eine Figur wie der sprichwörtliche „Storch im Salat“ machen…

Um das schöne Morgenlicht aber nicht zu verlieren, bereiten wir dem lautlosen Gelächter ein Ende und machen uns auf den Weg nach oben, durch das alte Bad Marienberg in Richtung Nisterau. Die Bacher Lay wartet  auf uns. Die imposante schwarze Felswand mit der davor liegenden großen Wiese beeindruckt uns einfach immer wieder. An diesem Morgen steht sie in leichten Dunst gehüllt vor uns.

300x200_SLW_0315_Zion_BacherLayÜber die schwarze Nister – besser gesagt: mitten hindurch und am liebsten noch stundenlang darin herumgeplanscht – geht es wieder zurück auf den Weg. Wir schlagen einen großen Bogen vorbei an Wiesen und Feldern und die Sonne strahlt auf nasses Fell und durchweichte Hosenbeine. Es ist ein herrlicher Morgen, genau richtig für diese Tour.

Zwischen „Fernsehturm“ und Schulzentrum überqueren wir die Straße und wandern durch das große Waldstück oberhalb von Bad Marienberg. Hier führt uns der Weg langsam zu unserem Start- und Zielpunkt – vorbei an den imposanten Felsformationen des großen und kleinen Wolfsteins. 300x200_SLW_0315_Nell_Ida

Nell und Ida lassen sich für ein schickes letztes Foto positionieren und könnten sicher direkt die nächste Runde angehen… Ganz im Gegensatz zu uns. Unser nächstes Ziel ist ein großer Milchkaffee. Und ein Frühstück. Steigalm? Oder doch in der Stadt? Wir lassen uns überraschen…

Fotos:  Johannes Willwacher