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Vegan bunt – Nagellack

Gepflegte Hände und Fingernägel sind heute selbstverständlich geworden und gelten als attraktives Merkmal. Der Handel bietet dafür eine großzügige Auswahl an verschiedenen Kosmetikprodukten speziell für die Handpflege. Gerade in den Frühlings- und Sommermonaten macht es besonders viel Spaß, Finger- und Fußnägel mit leuchtenden und fröhlichen Farben zu „dekorieren“ und sie in Orange, Koralle, Rot oder Blau zu präsentieren. 

Ein Nagellack muss viele Eigenschaften erfüllen: sich einfach auftragen lassen, nicht tropfen, schnell trocknen und lange halten. All das wird mit viel Chemie möglich gemacht. Schon beim Öffnen der Nagellackflasche bemerkt man den unangenehmen Geruch, der durch Akrylate entsteht. Doch es gibt eine Alternative. Viele Nagellacke werden heute als „3-free“, „5-free“ bis hin zu „7-free (vegan) Nagellacke“ beworben. Bei diesen Lacken wird, der Ziffer entsprechend, auf bedenkliche Inhaltsstoffe verzichtet. 

Bedenkliche Inhaltstoffe sind zum Beispiel:

  • Formaldehyd – wird verwendet, damit der Lack nicht absplittert und um den Nagel zu härten. Formaldehyd wird als krebserregend eingestuft. 
  • Toluol – Lösemittel. Innerhalb der EU darf der Stoff nicht mehr verwendet werden. Eingestuft als fortpflanzungsgefährdend.
  • Phtalate – sog. Weichmacher, die den Nagellack am Abblättern hindern soll. Eingestuft als leber- und nierenschädigend.
  • Kampfer – Weichmacher. In hoher Dosis eingestuft als möglicher Auslöser von Übelkeit
  • Xylol – Lösungsmittel. Eingestuft als wahrscheinlich krebserregend
  • Kolophonium – ist ein Naturprodukt aus Harz, welches Allergien auslösen kann.
  • Kamin – rotes Pigment tierischen Ursprungs. Befindet sich in allen Farben, die mit rot gemischt werden.
  • Glitzer und Effektpigmente – oft tierischen Ursprungs. 

Sobald der passende Nagellack gefunden ist, geht es ans Lackieren. Folgende Tipps können hier helfen:

  • Damit der Lack nicht zähflüssig wird, an einem dunklen und kühlen Ort aufbewahren. 
  • Dicke Schichten brauchen länger, bis sie wieder trocken sind. Stattdessen eine feine Schicht lackieren, zwei Minuten warten und noch eine Schicht auftragen. 
  • Um den Trocknungsprozess zu beschleunigen, ein, zwei Minuten nach dem Lackieren, kaltes Wasser über die Hände laufen lassen. 
  • Nach dem Lackieren nicht heiß duschen. Wärme kann dazu führen, dass sich Blasen im Lack bilden. 
  • Immer einen Unterlack und Überlack verwenden. Zum einen sorgen die Lacke dafür, daß der Lack gut und länger hält, zum anderen schütz der Unterlack die Nägel vor Verfärbungen.
  • Vor dem Lackieren die Nagelplatte entfetten. Creme- und Öl-Rückstände verhindern das Trocknen.
  • Nagellack splittert schneller ab, wenn er vor dem Auftragen im Fläschchen geschüttelt wird. Dabei vermischen sich Luftblasen mit dem Lack und landen beim Auftragen in der Schicht auf dem Nagel.

Text von Sabine Schäfer www.schwesterherz-mk.de

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