Alle Artikel mit dem Schlagwort: Iris Franzen

Sommerliche Blütenfülle: Ein Fest, nicht nur für die Augen

Dieser Sommer ist doch eine wahre Wonne, oder? Gärten und Wiesen erstrahlen in leuchtender Blütenpracht, überall schwirren Insekten und Schmetterlinge umher und mit ihnen teile ich mir die Blumen, die in meine Küche wandern. Die zarten Blüten sammelt man am besten am frühen Vormittag, bevor die Sonne zu stark wird, und natürlich auch nur an sonnigen Tagen, wenn das Aroma besonders hoch ist. Da ich im eigenen Garten oder an sauberen Standorten (Hunde- und Autofrei) sammle, wasche ich die Blüten nicht. Sie werden nur leicht ausgeschüttelt, um eventuelle Bewohner zu vertreiben.  Man kann so viel mit Blüten machen! In jeden Salat kommt eine Handvoll dazu und erfreut nicht nur die Augen, sondern auch die Geschmacksknospen. Möhrensuppe wird mit Ringelblumen aufgepeppt, Risotto wird mit Rotkleeblüten und fetter Henne aufgewertet und und eine Joghurt-Creme mit abgezupften Lavendel- und Goldmelisseblüten, garniert mit Johannis- oder Heidelbeeren, ergibt den passenden Nachtisch für ein sommerliches Menü. WELCHE BLÜTEN SIND ESSBAR? Das sind so viele, daß ich sie nicht alle hier aufführen kann: Gänseblümchen, Löwenzahn, Veilchen und Wiesenschaumkraut im Frühjahr, Rosen, alle …

©Iris Franzen – Löwenzahn ist mehr als nur ein Garten-Quälgeist

Löwenzahn – Quälgeist oder Gemüse?

Iris Franzen ist Kräuterspezialistin (IHK) und Gärtnerin – in dieser Ausgabe präsentiert sie die leckeren Seiten von Löwenzahn, unserem Garten-Quälgeist Nr 1 vor. Für die Vase eignen sich die Blumen wenig, sie duften kaum und die Blüten schließen sich, wenn ihnen die Sonne fehlt, und das Dunkelfärben der Haut bei Kontakt mit der weißlichen Flüssigkeit in den Stengeln ist nicht wirklich attraktiv. Dafür enthält der Löwenzahn jedoch vieles, das unserem Körper gut tut: Viele Mineralien wie Kalzium, Natrium und Kieselsäure, in den jungen Blättern Vitamin C und Kalium, appetitanregende und verdauungsfördernde Bitterstoffe, Cholin für Leber, Darm und Galle. Die Blasen anregende Wirkung dieser Pflanze wird schon in alten arabischen Texten z.B. von Ibn Sina erwähnt; wussten Sie, daß der Löwenzahn in Frankreich „Pissenlit“ (Bettnässer) heisst?Bis heute wird er für entwässernde und blutreinigende Frühjahrskuren genutzt. Verwendet werden alle Pflanzenteile, sowohl getrocknet als Tee, wie auch entsaftet für eine Frischsaftkur. Löwenzahn in der Küche Doch auch in unserer täglichen Küche können wir neben der wohltuenden Wirkung auf unsere Gesundheit auch von seinem Geschmack profitieren und nahezu alle …