Gesundheit + Wellness

Unsere Haut im Sommer

Sie weckt die Lebensgeister. Plötzlich ist alles leichter, schöner und lustvoller. In der Sonne fühlen wir uns wohl. Der Grund: Fällt Tageslicht auf die Netzhaut des Auges, kurbelt die Hirnanhangsdrüse die Serotonin-Produktion an.

Damit der Körper vermehrt Vitamin D bildet, das unser Immunsystem stärkt und wichtig für viele Körpervorgänge ist, reichen schon 30 Minuten an der frischen Luft. Wichtig dabei, Sonne an die Haut lassen! Das so generierte Vitamin D kann aber noch mehr: Neben der positiven Wirkung auf die Psyche beugt es Bluthochdruck, Entzündungen, diversen Krebsarten und altersbedingter Demenz vor. Bei all den positiven Wirkungen – die Sonne hat auch ihre Schattenseiten: Die meisten Schäden an unserer Haut und auch ein wesentlicher Teil der Hautalterung gehen auf die Sonneneinstrahlung, genauer auf UV-A- und UV-B-Strahlen, zurück. Obwohl zahlreiche Aufklärungskampagnen immer wieder vor den Risiken von UV-Strahlen warnen, ist die Zahl der Hautkrebserkrankungen nicht rückläufig. Sonnenschutz ist für viele immer noch ein Thema für Urlaub am Strand. Dabei ist unsere Haut jeden Tag UV-Strahlen ausgesetzt, selbst wenn die Sonne gerade nicht strahlend vom Himmel lacht. Wie lange man ungeschützt in der Sonne bleiben kann und welche Schutzmaßnahmen die richtigen sind, hängt von verschiedenen Faktoren wie Hauttyp, Dauer des Sonnenaufenthaltes und von der Höhe des UV-Indexes ab. Wieviel Sonne ein Hauttyp ungeschützt verträgt und welchen Lichtschutzfaktor in der Creme man benötigt, ist abhängig von der individuellen Eigenschutzzeit. Ein hellhäutiger Nordeuropäer mit Sommersprossen und blauen Augen hat z.B. eine Eigenschutzzeit von nur ca. 4-8 Minuten. Bei Verwendung von Sonnenschutzmitteln errechnet sich die maximale Verweildauer in der Sonne durch Multiplikation der Eigenschutzzeit mit dem Lichtschutzfaktor des Sonnenschutzmittels. Die Haut vergisst nichts: Sich intensiv und ungeschützt UVA und UVB-Strahlen auszusetzen, hat nicht nur eine akute Wirkung, sondern kann zu Langzeitschäden bis hin zu gefährlichem Hautkrebs führen. Ein Sonnenbrand ist schnell verheilt und „ oberflächlich“ ist Ihrer Haut nichts anzusehen, ein einmal vorhandener Schaden ist kaum wieder rückgängig zu machen. Doch was bewirken die UV-Strahlen und wie unterscheiden sie sich? UVB-STRAHLUNG Schon lange gelten die kurzwelligen UVB-Strahlen als besonders gefährlich. Sie dringen in den oberen Hautbereich ein und sorgen für unsere Bräune – oder Sonnenbrand. Sie gelten als Verursacher von Hautkrebs.  Zudem sind sie dafür verantwortlich, dass sich unsere schützende Hornschicht an der Hautoberfläche verdickt und sich dadurch die so genannte Lichtschwiele bildet. UVA -STRAHLUNG    Die langwelligeren UVA-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein und greifen das elastische Bindegewebe an, weshalb die Haut schneller altert und Flecken und Falten bildet. Auch das Krebsrisiko steigt, da sie tiefliegende Zellschichten angreifen. Sie sind für Hautausschläge und Sonnenallergie verantwortlich. Künstlich erzeugte UV-A-Strahlung wird in Solarien eingesetzt. Sonnenschutzmittel müssen nach einer neuen EU-Verordnung neben dem UVB-Schutz auch einen UVA-Schutz aufweisen, der mindestens ein Drittel des angegebenen Lichtschutzfaktors beträgt. Produkte mit ausreichendem UVA-Schutz erkennt man an einem kreisrunden Siegel mit den Buchstaben „UVA“ Wer seine Haut liebt, der cremt!  Dick auftragen und nicht sparen, das ist beim Sonnenschutz ganz wichtig. Haaransatz, Ohren, Oberlider, Nacken oder auch die Ellenbogen sollten nicht vernachlässigt werden. Um unsere Haut zeitgemäß und ausreichend zu schützen, ist ein Lichtschutz in unserer täglichen Gesichtspflege unumgänglich. Nur so kann dauerhaft Faltenbildung und Pigmentstörungen vorgebeugt werden. Bitte bedenken Sie: Kinderhaut ist zehnmal dünner als Erwachsenenhaut dass in der Nähe des Äquators die Sonne bis zu 60% strahlungsintensiver ist in der Mittagszeit ist die Sonnenstrahlung am intensivsten dass der Mann sich nicht weniger schützen muss als die Frau –  auch wenn er von Natur aus eine etwas dickere, resistentere Haut hat. Grundsätzlich gilt: Es gibt nach den neuen EU-Richtlinien nur noch vier LSF-Klassen sowie acht Lichtschutzfaktoren: Basis (6 und 10), mittel (15, 20, 25), hoch (30, 50), sehr hoch (50+). Die meisten Sonnenschutzprodukte im Handel nutzen chemische Filter, die das UV-Licht bündeln und als Wärmestrahlen in die Haut leiten. Dadurch können Hautreizungen und allergische Reaktionen entstehen. Die Alternative: Sonnencremes auf physikalischer Basis arbeiten mit Mikropigmenten, die sich beim Auftragen als hauchdünne Schicht auf die Haut legen und die UV-Strahlen wie ein Spiegel reflektieren. Anders als bei den chemischen Mitteln werden die Inhaltsstoffe hier nicht von der Haut aufgenommen und sind somit verträglicher. Allerdings müssen sie ausreichend dosiert und nach dem Sport erneut aufgetragen werden.