Aktuelle Ausgabe, Extra, Natur erleben
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Schön(st)e Aus- und Ansichten von Westerwälder Fotografen

Bacher Lay im Winter ©Romeo

Der Westerwald ist von jeher eine Region mit Ecken und KAnten. Mit charakterstarken Menschen, die schon vor Generationen gelernt haben, kein Blatt vor den Mund zu nehmen, aber trotzdem mit wenig Worten viel zu sagen. Hier gibt es nur wenige „Gassenglänzer“, dafür Menschen mit Tiefgang. Sie spiegeln die Landschaft wider, in der sie leben. Für diese Ausgabe haben wir Fotografen aus der Region gebeten, uns ihre schönsten Ecken und Kanten des Westerwaldes zu zeigen. Aussichten und Ansichten. Einblicke und Weite winkel aus ihrer (Wahl-) Heimat. Westerwald pur.

Holzbachschlucht bei Seck
©Johannes Willwacher, Fotograf und Designer · www.johannes-willwacher.de

„Eigentlich ist der Westerwald selbst – mit seinen Tälern und Höhen, Wäldern und Seen – ein Lieblingsort. Unter vielen gehört aber wohl die Holzbachschlucht zwischen Seck und Gemünden zu den Orten, an die es mich immer wieder zieht – ganz gleich zu welcher Jahreszeit: hier steht die Zeit still – und lässt sich bei jedem Besuch etwas Neues entdecken.“

Blick auf Bad Marienberg
© Fotostudio Röder-Moldenhauer · www.roemo.de

 

Fragt man eine ganze Familie von Fotografen und Kameraleuten nach ihren Lieblingsaussichten oder Lieblingsorten in der Region, sollte man auf ganz unterschiedliche Antworten gefasst sein. Und doch sind sie sich im Grunde ähnlich, denn Bettina, Uwe, Anne und Tim Moldenhauer sind im Herzen echte Westerwälder – selbst wenn es Teile der Familie mittlerweile auf das internationale Parkett von London, Kapstadt und Paris gezogen hat. 

„Diese beiden Brücken bei Bad Marienberg – auf der einen pulsiert das Leben, die Überholspur quasi, während auf der anderen ein ruhigeres Tempo gelaufen wird – hier finden wir uns alle regelmäßig wieder.  Das ist unser Weg nach Hause und in die Wälder, hier sind wir mit unserem Hund unterwegs, hier wird entspannt, geredet und auch einfach nur der Natur zugeschaut.“

 

Himmel über Dehlingen
©Matthias Ketz, Fotograf · www.foto-ketz.de

 

„Ich habe viele Lieblingsplätze im Westerwald aber der Himmel über dem Westerwald, in dieser Aufnahme über Dehlingen, ist meine Lieblingsaussicht. 

Zum Ausgleich für viele Stunden an Rechnern und digitalen Kameras genügt mir ein ruhiges Plätzchen ohne Hektik und Lärm irgendwo in den Weiten des Westerwaldes. Der Himmel ändert sich ständig, ganz von selbst und immer wieder unerwartet spannend.“

Abtei und Kloster Marienstatt
Doris Kohlhas, Fotografin und Journalistin · www.yodoko.de

 

„Die Abtei Marienstatt gehört neben vielen anderen wunderbaren Stellen, zu meinen liebsten Plätzen im Westerwald. Er strahlt Ruhe aus, er schenkt mir Frieden und Gelassenheit und ich entdecke bei jeder neuen Runde an der Nister und rund um die Abteikirche neue An- und Ausblicke. Das Tal fernab des Trubels erdet mich stets aufs Neue.

Er lädt ein zum Verweilen, Innehalten und Fotografieren. Zum Fotografieren, wie ich es mag und verstehe. Dabei liegt die Kunst – im wahrsten Sinne des Wortes – darin, den Moment zwischen Loslassen und Festhalten zu erspüren und einzufangen. Mit einem aufnehmenden, wohlwollenden und sehenden Auge als Grundlage, als Ausgangspunkt.  Es kommt auf diesen „entscheidenden Augenblick“ an, wenn alles still zu stehen scheint.

Fotografieren ist eine Art Meditation für mich, bei der ich nicht nur ganz bei mir, in meiner Mitte bin, sondern auch ganz nah an oder gefühlt sogar in den Motiven.

Dazu muss ich der Welt zugewandt sein, der Natur, den Menschen, der Schöpfung und allem was darin ist, offen begegnen. Mit offenen Augen, mit offenem Herzen, mit offenen Armen. Ja, sogar mit Demut. 

Manchmal auch ganz anders sehen, andere Perspektiven einnehmen, Perspektivwechsel vornehmen, die Welt auf den Kopf stellen, um wieder ins Lot zu kommen, alles gerade zu rücken. Einen ganz neuen Ausblick wagen.“

Alte Obstbäume zwischen Hattert und Hütte
©Barbara Hombach, Gestalterin, keine Fotografin · www.dreiwerbung.de

 

„Horizont. Himmel. Charakter. Meine Lieblingsworte für den Westerwald. Das kommt für mich in dieser Ansicht zusammen. Ein wunderschöner, eiskalter Morgen – und leider statt Kamera nur ein Mobiltelefon dabei… „

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