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Rosige Zeiten im Rosengarten Hadamar

Die Lage könnte schöner nicht sein. Ein gesegnetes Fleckchen Erde, wo Stille herrscht und der Blick seine Flügel über Stadt und Land heben kann. In der Nachbarschaft zur Herzenberg-Kapelle, einem bedeutsamen Marien-Wallfahrtsort in Hadamar, bekommt der Besucher einen Vorgeschmack auf das Paradies. Der Rosengarten ist wie eine blühende Offenbarung, die nicht nur Hobbygärtnerherzen höher schlagen lässt.

Wer weiß, was damals zu der Eingebung führte. Bestimmt war es ein schöner Sommertag, an dem Mike Groneberg hier auf dem Herzenberg spazieren ging. Da kam ihm in den Sinn, genau hier einen Rosengarten zu errichten. Die Idee pflanzte sich wie ein Saatkorn in dem gärtnerischen Autodidakten fest und fand fruchtbaren Boden. Unermüdlich trieb er sein Vorhaben voran, besuchte viele andere Gärten, bildete sich fort, gewann Mitstreiter für seine Idee, gründete einen Verein der Rosenfreunde, der dann auf dem Gelände der Katholischen Kirche seine Ideen in die Tat umsetzen konnte.

Der Rosengarten Hadamar – nur 30 kurze Kilometer von Bad Marienberg entfernt – hat sich seit Gründung prächtig entwickelt und zählt zu den schönsten Gärten im gesamten Westerwald. Auf mittlerweile 3.200 qm tummeln sich in zahlreichen Themenbereichen nicht nur über 2.000 Rosenstöcke in über 200 Sorten, sondern auch wunderbare ein- und mehrjährige Stauden, Gehölze, Gräser und Brunnen. Unter den diversen Gartenbereichen besitzt der Rosengarten als Namensgeber natürlich zentrale Bedeutung. Rambler- und Kletterrosen wuchern über Spaliere und Bögen, historische Strauch- und elegante Edelrosen versprühen ihre verschwenderische Pracht und wunderbare Beetrosen füllen ganze Flächen. Daneben sind es aber die weiteren, vielfältigen Gartengestaltungen, die den Zauber der Anlage ausmachen. Der weiße, versunkene Garten und der rote Garten setzen schöne Farbkontraste zum Holländischen Garten in Orange. Der Französische Bauerngarten und auch der Duftkräutergarten bringen ihre Romantik ein, während die englische Rabatte mit Etagenbrunnen wie ein blühendes Gemälde der Impressionisten erscheint. Der japanische Gartenteil gehört zu den jüngsten Bereichen und verbindet kontemplative Ruhe mit der Exotik Asiens.

Ohne ein eingespieltes, engagiertes Team und die Unterstützung der Stadt wäre so ein Garten nicht zu pflegen. Schließlich ist der Garten ganzjährig kostenfrei geöffnet. Umso mehr freut sich Mike Groneberg über Spenden, die als Tropfen oder Strahl den Boden auf ihre Art wässern und dazu beitragen, dass der Garten auch weiterhin wächst, blüht und gedeiht.

Text: J. HOHENADL

Mehr Informationen: www.rosengarten-hadamar.de

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