Gesundheit + Wellness

Fit im Frühling

Der Jahresanfang ist eine gute Gelegenheit, endlich Ballast loszuwerden. Das ist der Grund, weshalb jedes Jahr Menschen aufs Neue vom Fasten fasziniert sind.

 

Der freiwillige Verzicht auf Essen und Genussmittel entlastet nicht nur den Darm und befreit den Körper von Abfallprodukten. Wer fastet, berichtet auch von einer stabileren Psyche, die er durch die Kur entwickelt. Während der Nahrungsverzicht für einige unvorstellbar ist, schwören andere auf die vielfältigen positiven Effekte des Fastens.

Fasten reduziert Gelenkschmerzen, wie Rheuma. Der Zuckerstoffwechel wird reguliert, der Blutdruck sinkt, überschüssiges Cholesterin und schädliche Triglyceride sowie entzündungsfördernde Stoffe werden abgebaut, wodurch sich z.B. Gelenkschmerzen reduzieren. Und natürlich purzeln beim Fasten auch einige Pfunde.

Darüber hinaus verspüren Fastende nach wenigen Tagen eine Leichtigkeit und Freude. Die Stimmung hellt sich auf und Probleme, die die Seele belasten, werden besser verarbeitet. Am zweiten bis dritten Kurtag schaltet der Körper von einer Energiegewinnung durch die Nahrung auf die körpereigenen Reserven um, die er nun anzapft. Bei einer richtig durchgeführten Kur tritt weder ein Hungergefühl noch ein Leistungstief ein.

Entscheidend und unverzichtbar ist dafür eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, die je nach Fastenart aus Wasser, Tee, Säften, Gemüsebrühe oder Molke bestehen kann. Fasten nach Buchinger ist die klassische Fastenart, auch Heilfasten genannt. Auch das Basenfasten ist bei vielen Menschen beliebt, weil im Gegensatz zum Heilfasten alles gegessen werden darf, was der Körper basisch verstoffwechselt.

In der Regel erstreckt sich Fasten für Gesunde auf fünf bis zehn Tage. Der Aufenthalt in einer Kureinrichtung bietet den Vorteil, dass Teilnehmer sich auf die Kur einlassen können, ohne von Alltagseinflüssen gestört zu werden. Das Herauslösen aus der häuslichen Umgebung ist unbedingt empfehlenswert um ins Gleichgewicht zu kommen.

Interessant ist das Basenfasten mit pflanzlicher Kost. Das Angebot sind fast alle Obst- und Gemüsesorten, Pilze, Samen, Kräuter und Keimlinge. Säurebildner wie Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Brot, Wurst, Nudeln und Genussmittel werden dagegen gemieden. Basenfasten ist also eine milde Form des Fastens, denn auf Nahrung muss hierbei niemand verzichten. Schon durch das Meiden säurebildender Nahrungsmittel wird der Stoffwechsel entlastet, der Körper entgiftet und entsäuert.

Studien weisen darauf hin, dass eine leichte Störung des Säure-Basen , eine sogenannte latente Azidose, an der Entstehung  von gesundheitlichen Störungen wie Osteoporose, rheumatischen Erkrankungen, Bluthochdruck und Insulinresistenz maßgeblich beteiligt ist.

Für wen eignet sich Fasten überhaupt? Im Prinzip für jeden Erwachsenen, weil der Körper entlastet wird. Ausnahmen sind Schwangere und Stillende, sowie Menschen mit psychischen Erkrankungen. Chronisch kranke Menschen sollten grundsätzlich ihren Arzt fragen.

Welche Form des Fastens am Ende die richtige ist, hängt von den individuellen Verträglichkeiten und den persönlichen Vorlieben ab. Fest steht, dass der Ausstieg aus dem Alltag und der achtsame Umgang mit dem Körper eine Erfahrung ist, die viele Fastende jedes Jahr aufs Neue erleben wollen.

Marita Häbel