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Was gibt es Neues in der Stadt und der Region?

Hyperreale Kunst

Ein Gespräch mit der Künstlerin Carmen Benner-Batz über hyperreale Kunst und ihre Auslegung dieser Stilrichtung. Der Westerwald ist das Zuhause einer wachsenden Zahl kreativer Köpfe und Künstler. In den kommenden Ausgaben möchte ich Ihnen einige davon im Rahmen von Interviews und Gesprächen vorstellen. Den Anfang macht eine Unterhaltung mit Carmen Benner-Batz, einer Malerin, die grosse Formate und die kreativen Herausforderungen des Hyperrealismus liebt.  Von wo kam die Inspiration mit der Malerei zu beginnen? Gab es einen Impuls, einen Auslöser? Im Grunde male ich schon seit meiner Kindheit. Mit 20 lernte ich den Maler Bernhard Nauroth kennen und fing an, mich intensiv mit der Malerei zu befassen. 1993 gründeten wir die Künstlergemeinschaft „A Rebours“ nach dem gleichnamigen Roman von Joris K. Huysmans. Parallel zu meinen eigenen Arbeiten entstanden hier gemeinsame, synchron an der Leinwand gemalte Werke nach der Methode des psychischen Automatismus, die sich stilistisch jedoch stark von meinen eigenen Arbeiten unterscheiden.  2005 wendete ich mich wieder verstärkt der eigenen, figurativen Bildwelt zu. Ein weiterer für mich entscheidender Punkt in meiner kreativen Entwicklung stellte der Besuch …

Farbenfrohes Soulfood für die kalte Jahreszeit

Food-Bloggerin und Fotografin Nadine Wisser gehört zu der sympathischen Sorte Mensch, die den Herbst und Winter wirklich mögen. Wenn sich die Blätter an den Bäumen färben, die Tage kürzer werden und das Licht sich auf besondere Weise verändert, beginnt für sie die echte Genusszeit in der Küche.

Landwirtschaft, Kunst und Kultur: Gegensatz oder Symbiose?

Es ist ein außergewöhnliches Konzept, dessen Grundstein Beatrix Binder und ihr Mann Achim Öchsner 2012 auf ihrem Anwesen in Hirtscheid, Nähe Bad Marienberg, legten:  Das KulturGut vereint Kunst, Kultur und Landwirtschaft unter einem symbolischen Dach.   Ein großer Teich voller Saiblinge und Lachsforellen und eine kompakte Herde an Highland Cattle Rindern ist die (köstliche!) Basis der landwirtschaftlichen Seite des KulturGuts. Die kulturelle Hälfte, verantwortet von Autorin Beatrix Binder, lebt von einer erstklassigen Künstler-Auswahl und dem Ambiente des Hauses. Hier finden regelmäßig Ausstellungen, Lesungen und Konzerte statt.  „Die grundlegende Idee hinter unserem KulturGut ist eine umfassende Nachhaltigkeit. Wir möchten quasi Geist und Körper gleichzeitig ansprechen. Mit einer ökologisch hochwertigen Landwirtschaft – und den daraus entstehenden Produkten – und einem ebenso hochwertigen kulturellen Angebot“,  erläutert Beatrix Binder das ungewöhnliche Konzept. Forellenteich, Konzertkeller, Kuhweide  und Salon – keine alltägliche Kombination für einen Kulturbetrieb. Aber irgendwie passend für den Westerwald: Eine kreative Region mit viel Bodenständigkeit, aber auch außergewöhnlichen Künstlern und Kulturschaffenden.  Veranstaltungs-Tipp: „Fish & Art“ 09. und 10.12.2017Bilder, Bücher, Collagen, Fotografien, Kalender, Skulpturen, Filz, Schmuck und Musik Mehr Infos: …

Kräuter für die Liebe

Ein Kraut für die Liebe: Brennnessel und Bärlauch

Die Brennnessel soll eine Liebespflanze sein? Ein Kraut für die Liebe? Aber ja doch! Haben Sie schon einmal einen Blumenstrauss mit einer Brennnessel in der Mitte bekommen? Wenn ja, hat Ihnen jemand in der Blumensprache zu verstehen gegeben, daß er brennende Liebe in seinem Herzen fühlt…

Anne Moldenhauer, Modell mit Decke vor Wasserfall, Island

IcelandSkin

Island im Herbst 2016. Eine ungeplante Foto-Reise mit kunstvollem Ergebnis. Zwei Wochen in einem umgebauten VW Caddy, bei eisigem Wind, Regen und einer Überdosis dramatischer Landschaft. Fotografin Anne Moldenhauer ist Weltenbummler mit festen Marienberger Wurzeln. Ein buntes, richtig cooles Kind der Stadt, das beruflich für internationale Kunden zwischen Hamburg, London und Kapstadt pendelt und trotzdem am liebsten zuhause ist.  Wir sitzen in meinem Büro, vor uns auf dem großen Besprechungstisch liegen ausgebreitet 30 Fotos – nur ein winzig kleiner Teil von fast tausend Aufnahmen, die sie während ihrer zwei Wochen in Island gemacht hat.  Dabei war am Anfang alles als Urlaub geplant. Entwickelt hat sich daraus eine Foto-Serie unter dem Titel ICELANDSKIN. Eine Kombination aus Landschaft und Akt.  „Ich bin keine Landschaftsfotografin. Mich faszinieren Menschen, Gesichter, Gefühle. Am Anfang hat mich Island deshalb etwas überfordert. Die Idee, dieser Überdosis Natur einen Mensch, eine Frau – nackt und empfindlich – gegenüberzustellen, hat sich dann ganz plötzlich ergeben.“ Bei eisigen Temperaturen, stürmischem Wind und häufig neugierem vierbeinigen Publikum waren Anne und ihr Modell – gleichzeitig auch eine …