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Altes Wissen – neue Erkenntnisse

Gesundheits-Tipp von Marita Häbel
Marita Häbel ©Anne Moldenhauer/RoeMo

Marita Häbel

Mit Cistuskraut gegen Entzündungen.

Bereits im 1. Jahrhundert nach Chr. schätzte man die Einsatzmöglichkeiten der mediterranen Zistrose bei Wunden und Entzündungen jeglicher Art. Die heilende Wirkung der Extrakte erläuterte Pedanios Dioskurides (40 – 90 n. Chr.), griechischer Militärarzt und Pharmakologe, in seiner Arzneimittellehre und umschreibt sie auch als „zusammenziehende Kraft“.

Cistus, der buschige Strauch mit den knittrigen rosa bis gelben Blüten, wächst in Südeuropa und zählt zu den polyphenolreichsten Pflanzen der Welt. Polyphenole gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen, die sich durch ihre antioxidative Kraft auszeichnen. Diese Wirkstoffe, die vor allem in den Triebspitzen der Pflanzen enthalten sind, sollen die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers unterstützen sowie Haut und Schleimhäute stärken.

Massage – die älteste Heilmethode der Menschheit. 

Um 400 vor Chr. brachte Hippokrates von Kos (460-370 v. Chr.)  die Massage nach Europa. Er erkannte die wohltuende Wirkung massierender Hände und setzte Massagen zur Behandlung der Gladiatoren ein. So machte man diese nach ihren Kämpfen schnell wieder fit. 

Heilen mit Bitterkräutern. 

Bitterstoffe spielten schon in den mittelalterlichen Klosterrezepten eine große Rolle zur Magen- und Darmpflege. Hildegard von Bingen (1098 -1179) soll Bitterkräuter, darunter Enzian, Wermut und Melisse, bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen  oder Völlegefühl eingesetzt haben.

Alleskönner Löwenzahn – gut für Magen, Leber und Nieren.

Der Heidelberger Arzt Jacobus Theodorus (1525-1590) schreibt in seinem Kräuterbuch ausführlich über das „Röhrleinkraut“. Er lobt den Löwenzahn als wohltuend bei Magen- und Leberbeschwerden.

Neues aus der Wissenschaft.

In einer Studie der Kieler Ernährungsgruppe um Prof. Dube aus dem Jahr 2010 zeigten vorwiegend brustgestillte Kinder im Vergleich zu Fertigmilchernährten Kindern, die zusätzlich noch eine Beikost enthielten, nach 10 Monaten ein deutlich höheres Auftreten einer Eisenmangelanämie. Deshalb ist für gestillte Kinder die Zufuhr von eisenhaltigen Produkten bereits ab 4 Monaten wichtig. Gleichzeitig brauchen aber auch Mütter in der Stillzeit eisenreiche Kost, denn das Baby bekommt Eisen, das es zur Blutbildung und zur Sauerstoffversorgung braucht, nur über die Muttermilch. Deshalb sollten stillende Mütter pro Tag mindestens 20 mg Eisen zu sich nehmen.

Doppelt gut : Vitamin D und C.

Vitamin D schützt, auch zusammen mit Vitamin C, vor bösartigen Erkrankungen. Dies mag auf den ersten Blick nichts Ungewöhnliches sein , sind es doch beides Vitamine, deren Gesundheitswert schon lange bekannt und belegt ist. Doch in Vitamin D steckt noch mehr. So gelang es einer amerikanischen Forschergruppe nachzuweisen, dass durch regelmäßige Gabe von Vitamin D das Darmkrebsrisiko einer untersuchten Gruppe gesenkt werden konnte. Ähnliche positive Ergebnisse konnten für andere bösartige Erkrankungen erbracht werden.

Zink – verlässlich gegen Bakterien und Viren.

Die regelmäßige und vor allem frühzeitige Einnahme von Zink bei Infektionen kann die Schwere der Erkrankung abschwächen und ihre Dauer verkürzen. Das zeigte eine Übersichtsarbeit aus 2011 der beiden Forscher Meenu Singh und Rashmi Das vom Institut of Medical Education und Research in Handigarh, Indien. Eine 2011 veröffentlichte Studie wies daraufhin, dass durch  die Einnahme von Zink der Verlauf einer Magen-Darm-Infektion milder verläuft. Darüberhinaus wurde 2010 nachgewiesen, dass Zink auch das Neuauftreten einer Lungenentzündung reduziert.

 

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